Badischer Sauerbraten

1,5kg Tafelspitz
0,75L Wein (z.B. badischer Spätburgunder bester Qualität!)
300ml Rotweinessig (keinen billigen!)
1 große Zwiebel
2 Karotten
1 EL bunte Pfefferkörner
1 EL Pimentkörner
2 Lorbeerblätter
1 gehäufter TL Salz
5 EL Distelöl
250g Kochsahne

Der badische Sauerbraten lebt von der besten Qualität seiner Zutaten. Man kann einfach nicht erwarten, dass mit einem billigen Wein oder Essig eine wohlschmeckende Sauce herzustellen ist.

Der badische Sauerbraten wird in 2 Schritten hergestellt.
Acht Tage vor der eigentlichen Zubereitung wird aus dem Wein, dem Essig, Pfefferkörner (ich nehme meine Mischung hier), Pimentkörner, dem Salz eine Marinade hergestellt.
Ich nutze eine hohe Lock n`Lock Box mit 3,9L Inhalt. Fleisch abwaschen gut trockentupfen und in die Box legen. Eine große Zwiebel schälen und halbieren. Die Karotten ebenfalls schälen und in 4cm Abschnitte schneiden. Karotten und Zwiebeln zum Fleisch geben und mit der Marinade übergießen. Das Fleisch sollte gut bedeckt sein. Box luftdicht verschließen und in den Kühlschrank stellen. Die Einlegezeit beträgt 8 Tage, dabei wird die Box morgens auf den Kopf gestellt und abends wieder zurück gedreht.

Am Tag der Zubereitung:
Das Fleisch aus der Lake nehmen und mit Küchenpapier gut abtrocknen, nicht abspülen! Die Lake durch ein Haarsieb gießen und dabei sowohl die Lake, als auch die Zwiebel, Lorbeer und Karotten auffangen und aufheben.

Das Distelöl in einem großen Topf richtig heiß werden lassen. Das Fleisch von allen Seiten kräftig anbraten. Mit 750ml Lake ablöschen und die Zwiebel, Karotten und Lorbeer mit in den Topf geben. Aufkochen lassen und soweit zurück reduzieren, bis es ganz leicht köchelt. Mit dem Topfdeckel geschlossen 1,5 Stunden schmoren. Dabei nach der Hälfte der Zeit den Braten einmal umdrehen.

Am Ende der Garzeit, den Braten aus dem Topf nehmen und auf einem Teller platzieren. Die Sauce nochmals durch ein Haarsieb filtern und wieder zurück in den Topf geben. Zwiebel, Karotten und Lorbeer wegwerfen.

Die Sauce aufkochen und die Sahne eingießen. Mit Salz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken. Gegebenenfalls mit etwas in kaltem Wasser aufgelöster Kartoffelstärke abbinden.

Fleisch gegen die Faserrichtung in Scheiben aufschneiden.

Hinweis:
Ein als Sauerbraten eingelegtes Fleisch braucht beim Garen erheblich weniger Zeit!

Tipp:
Der klassische badische Sauerbraten wird mit breiten Bandnudeln gegessen, schmeckt aber auch mit Semmelknödel. Dazu Rosenkohl oder Schwarzwurzelgemüse

12.01.2014 | 3725 mal angesehen und wurde bewertet